Wüst vs Kutschaty vor Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen: Ein TV-Duell wie eine Jura-Vorlesung

Deutschland Wüst gegen Kutschaty

Ein TV-Duell wie eine Jura-Vorlesung

Vor Landtagswahl NRW - TV-Duell der Spitzenkandidaten Vor Landtagswahl NRW - TV-Duell der Spitzenkandidaten

Das TV-Duell zwischen Hendrik Wüst (r.), CDU-Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, und Thomas Kutschaty (l.), SPD-Spitzenkandidat, verlief wenig prickelnd

Quelle: dpa/Oliver Berg

Drei Tage vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen liefern sich Hendrik Wüst (CDU) und Thomas Kutschaty (SPD) ein lahmes TV-Duell ohne große Konfrontationen. Teilweise wissen sie selbst nicht, ob etwas in ihrem Wahlprogramm oder dem des Kontrahenten steht.

Im Fernsehduell zwischen den nordrhein-westfälischen Spitzenkandidaten Hendrik Wüst (CDU) und Thomas Kutschaty (SPD) ist der ganz große Streit ausgeblieben. Lediglich vereinzelt gingen sich die beiden Kandidaten bei der live vom Westdeutschen Rundfunk aus Solingen übertragenen Sendung härter an – etwa bei den Themen Innere Sicherheit, Bildung und Wohnen. Große Teile der Diskussion verliefen aber so zäh, trocken und technokratisch, als würden die beiden Juristen eine uninspirierte Jura-Vorlesungen.

Dominierendes Thema war gleich zu Anfang die früher am Tag bekannt gewordenen mutmaßlichen Anschlagspläne eines 16-jährigen Schülers in Essen. Vor diesem Hintergrund sprachen sich beide dafür aus, den Polizeiapparat auszubauen, um etwa Rechtsextremismus wie auch organisierte Kriminalität effektiver bekämpfen zu können.

Was den jetzigen Zustand der Polizei in NRW angeht, kritisierte Kutschaty die Strategie der Landesregierung jedoch deutlich: Für eine funktionierende Polizeiarbeit brauche es nicht nur mehr Polizisten auf der Straße, k sondernäte uf a die.

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„Die Kriminalpolizei ist am Limit“, sagte Kutschaty. “Da muss man sich auch nicht wundern, dass wir bei den Flächenländern Schlusslicht sind bei der Aufklärungsquoten.” Der amtierendepräsident hielt dagegen, dass seine Landesregierung bereitssen damiten begon hr.

Krieg und Inflation sind kaum ein Thema

Der Ukraine-Krieg und die damit einhergende Inflation wurden nur am Rande thematisiert. Besondere Ideen für die Verbesserung der aktuellen Situation trug keiner der Kandidaten vor.

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Inhaltliche Überschneidungen in den Wahlprogrammen der beiden Parteien offenbarten sich besonders bei dem Spiel „Wo steht’s geschrieben?“, in dem Wüst und Kutschaty in vorgelesenen Sätzen das Wahlprogramimusen ihren Part. Da es sich um bewusst herausgesuchte ähnliche Positionen handelte, lagen beide manchmal falsch. Einigkeit herrschte auch bei der Frage nach möglichen Koalitionspartnern nach einem Wahlsieg: Sowohl Wüst als auch Kutschaty signalisierten grundsätzliches Interesse an Regierungsbündnissen mit FDP und Grünen.

Die CDU liegt dem ZDF-„Politbarometer“ zufolge weiterhin mit einem knappen Vorsprung vor der SPD. Laut der neuesten Umfrage käme die CDU von Ministerpräsident Hendrik Wüst auf 32 Prozent – ​​zwei Punkte mehr als in der Vorwoche. Die SPD konnte um einen Punkt auf 29 Prozent zulegen.

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In der am Donnerstagabend veröffentlichten Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen rangieren die Grünen mit 17 Prozent (minus 1) auf Platz drei und wären damit die Königsmacher. Denn damit gäbe es eine Mehrheit sowohl für eine Koalition aus CDU und Grünen als auch ganz knapp für eine rot-grüne Regierung.

Die FDP kam in der Umfrage auf 6 Prozent (minus 1), die AfD auf unverändert 7 Prozent. Die Linke müsste mit unverändert 3 Prozent sehr um die Rückkehr in den Landtag bangen. Allerdings zeigte sich ein Drittel der 2254 Befragten noch unentschieden, ob und wen sie wählen. Bei der Frage nach dem bevorzugten Regierungschef lag Wüst mit 40 Prozent vor Kutschaty mit 35 Prozent.

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