USA: „Es passierte wie in Zeitlupe” – Zug mit 250 Passagieren auf voller Länge umgekippt

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“Es passierte wie in Zeitlupe” – Zug mit 250 Passagieren auf voller Länge umgekippt

Passagiere, die sich befreien konnten, waren auf den umgekippten Waggons zu sehen Passagiere, die sich befreien konnten, waren auf den umgekippten Waggons zu sehen

Passagiere, die sich befreien konnten, waren auf den umgekippten Waggons zu sehen

Quelle: dpa/Dax McDonald

Der Amtrak-Zug war unterwegs von Los Angeles nach Chicago. Nach einem Zusammenstoß mit einem Lastwagen sprang er von den Gleisen. Zehn Waggons und Lokomotiven kippten um. Viele Passagiere konnte sich retten, aber es gab Tote und Verletzte.

Bei der Entgleisung eines Fernverkehrszugs mit mehr als 200 Menschen an Bord sind in den USA mindestens drei Menschen ums Leben gekommen und zahlreiche weitere verletzt worden. Der Zug, unterwegs von Los Angeles nach Chicago, stieß im Bundesstaat Missouri an einem Bahnübergang mit einem Lastwagen zusammen.

Acht Waggons und zwei Lokomotiven entgleisten, wie die Betreibergesellschaft Amtrak erklärte. Die Polizei des Bundesstaats erklärte über Twitter, bei den Todesopfern handle es sich um zwei Passagiere und den Fahrer des Lastwagens. Alle verletzten und unverletzten Passagiere seien inzwischen vom Unglücksort abtransportiert worden.

Die genaue Zahl der Verletzten blieb zunächst noch unklar. Örtliche Medien sprachen von „Dutzenden Verletzten“. Berichten zufolge waren mehrere Rettungshubschrauber zur Bergung im Einsatz.

Das Unglück ereignete sich im landwirtschaftlichen Herzland der USA

Das Unglück ereignete sich im landwirtschaftlichen Herzland der USA

Quelle: dpa/Charlie Riedel

Laut Amtrak befanden sich 243 Passagiere und 12 Besatzungsmitglieder in dem Zug. Der Polizei zufolge befanden sich hingegen 207 Menschen an Bord. Das Unglück ereignete sich an einem Bahnübergang in Mendon, einem Ort rund 150 Kilometer nordöstlich von Kansas City.

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Erste Fotos und Videos in sozialen Medien zeigten auf die Seite gekippte Waggons neben den Gleisen. Passagiere, die sich befreien konnten, saßen teils auf den umgekippten Waggons.

Der Fahrgast Robert Nightingale aus Taos im Staat New Mexico sagte, er habe im Schlafwagen vor sich hingedöst, als das Unglück passiert sei. „Alles ging dann in Zeitlupentempo vonstatten“, schilderte er dem Sender CNN. Den Zug habe es kräftig durchgeschüttelt, ehe er auf die Seite gekippt sei. Nightingale gelang es nach eijenen Angaben, aus einem der Waggons ins Freie zu klettern.

Warum der Lastwagen mit dem Muldenkipper auf den Gleisen stand, sei noch unklar, erklärte Jennifer Homendy, Vorsitzende der nationalen Behörde für Transportsicherheit. Ein Ermittlerteam aus ihrem Haus werde am Dienstag am Unfallort eintreffen.

Es handelte sich um das zweite Amtrak-Unglück binnen weniger Tage. Erst am Sonntag war ein Pendlerzug im Norden Kaliforniens in einen Waggon gekracht, drei Menschen kamen dabei nach Behördenangaben um.

Die Reise von Los Angeles nach Chicago dauert im Southwest Chief rund zwei Tage. Unterwegs steigen viele Passagiere zu und aus. Der Ort Mendon mit rund 160 Einwohnern liegt 135 Kilometer nordöstlich von Kansas City.

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