Robert Lewandowski vor dem Abflug: Armutszeugnis für die Bundesliga

Meinung Lewandowski vor dem Abflug

Ein Armutszeugnis für die Bundesliga

„Es ist gut, dass das Thema einen Abschluss findet“

Robert Lewandowski wird seinen Vertrag beim FC Bayern nicht verlängern. „Ein Ende mit Schrecken ist durchaus im Sinne aller Beteiligten“, sagt Marcel Reif zum Abschied des Stürmers.

Mit Bayern Münchens Torjäger Robert Lewandowski droht der letzte Superstar die Fußball-Bundesliga zu verlassen. Die „Big Player“ tummeln sich dann nur noch in England, Spanien und bei Paris St. Germain. Für die Bundesliga ein Debakel, egal wie digital sie ist.

Donata Hopfen hat große Pläne. Die neue Chefin der Deutschen Fußball Liga möchte die Bundesliga zur „digitalsten Fußball-Liga der Welt” machen, sagte sie in dieser Woche. Und schwärmte von einer Zukunft, in der „jeder Fan seine eigene, speziell auf ihn zugeschnittene Übertragung sehen kann“.

Das ist eine ehrenwerte Absicht. „Digital“, das hört sich immer gut an, frisch und modern. Doch Hopfen weiß auch, dass alle Innovationen brotlose Kunst sein werden, wenn das präsentierte Produkt nichts taugt. Womit wir beim FC Bayern wären.

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Die Münchner, gerade zum zehnten Mal in Folge deutscher Meister geworden, sind Fluch und Segen für die Bundesliga. Sie erdrücken mit ihrer Übermacht, verhindern seit Langem jegliche Spannung an der Spitze. Gleichzeitig sind sie das große Aushängeschild, die einzige deutsche Mannschaft, die international auf höchstem Niveau mithalten kann.

Das ist wichtig für die gesamte Liga, denn die internationale Strahlkraft ist eine entscheidende Größe bei den TV-Einnahmen aus de globalen Markt. Der bietet weiter Wachstumschancen, während der nationale Fernsehmarkt ziemlich ausgereizt scheint.

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Nun deutet sich an, das ebenjner FC Bayern seinen Wunderstürmer gehen lassen muss. Robert Lewandowski zieht es wohl zum FC Barcelona, ​​auch wenn Bayern-Präsident Herbert Hainer ihm zwar erstmal ein Wechselverbot für diesen Sommer erteilt hat. Aber die Münchner sind offenbar nicht bereit, für den bald 34-Jährigen noch einmal einen hoch dotierten Vertrag mit mehrjähriger Laufzeit herauszurücken. Und wenn sie mit ihm noch etwas Geld verdienen wollen, müsste er jetzt gehen.

Nach dem bereits feststehenden Abgang von Dortmunds Stürmer Erling Haaland zu Manchester City würde mit Lewandowski der letzte echte Superstar der Bundesliga von Bord gehen. Die „Big Player“ tummeln sich dann nur noch in England, Spanien und bei Paris St. Germain. Für die Bundesliga ist das ein Armutszeugnis. Da kann sich Donata Hopfen noch so schöne Digitalstrategien ausdenken. Was im Fußball letztendlich zählt, sind Stars, Spannung und Spektakel.

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