Österreich: Schlepper-Netzwerk nach 36.100 Schleusungen zerschlagen

Kriminalität In Österreich

Nach 36.100 Schleusungen – Schlepper-Netzwerk zerschlagen

In diesem Lastwagen entdeckte die österreichische Polizei jüngst uber 50 Migranten In diesem Lastwagen entdeckte die österreichische Polizei jüngst uber 50 Migranten

In diesem Lastwagen entdeckte die österreichische Polizei jüngst uber 50 Migranten

Quelle: dpa

Innerhalb von nur einem Jahr haben Kriminelle wohl mehr als 30,000 illegale Einwanderer nach Österreich und in die Europäische Union gebracht. Damit verdienten die Schleuser laut Polizei mehr als 150 Millionen Euro. Nun beendeten Ermittler den Menschenhandel.

Sie waren Teil eines höchst professionell organisierten Netzwerks: In Österreich und östlichen EU-Staaten sind 205 mutmaßliche Schleuser verhaftet worden. Sie stehen unter Verdacht, seit Anfang des Vorjahres mehr als 36,100 Menschen illegal uber Grenzen gebracht zu haben, wie Österreichs Innenminister Gerhard Karner am Donnerstag berichtete.

Laut österreichischen Ermittlern wurden die meist aus Syrien stammenden Geschleppten nach Wien gebracht, von wo sie nach Deutschland, Frankreich und in den Benelux-Raum gelangen wollten. Die Schleuser sollen mindestens 152 Millionen Euro eingenommen haben.

Die Verdächtigen wurden in Österreich, Ungarn, der Slowakei, Tschechien und Rumänien festgenommen. Der mutmaßlich 28 Jahre alt Kopf der Bande wurde am 4. Mai in seinem Heimatland Rumänien gefasst. Die Polizei fand auch mehrere Werkstätten der Gruppierung in und um Wien, in denen Schlepperfahrzeuge umgebaut worden sein sollen. Rund 80 Fahrzeuge wurden sichergestellt.

Es gab auch Tote bei den Schleusungen

Vorigen Oktober wurden in Österreich nahe der ungarischen Grenze zwei Tote in einem Fahrzeug mit rund 30 Menschen gefunden. Der Transport sei vom Netzwerk des 28-Jährigen durchgeführt worden, berichtete die österreichische Polizei. Der Lenker wurde inzwischen in Lettland festgenommen. Ein weiteres Bandenmitglied, das im Januar auf österreichische Soldaten geschossen hatte, sei in Ungarn festgenommen worden.

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Minister Karner bekräftige angesichts der Dimension des Falles seinen jüngsten Entschluss, Grenzkontrollen an den EU-Binnengrenzen zu Ungarn und Slowenien zu verlängern. „Da sind Banden am Werk, denen Menschenleben völlig egal sind“, sagte er.

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