Hamburg: Geothermie – Bohrungen zu Förderung von Erdwärme starten

Hamburg Hamburg-Wilhelmsburg

Start der Geothermie für 5000 Haushalte

3500 Meter unter der Elbinsel Wilhelmsburg liegt ein Schatz - heißes Wasser.  Über der Erde liegt die Energiezentrale des Energiebunkers 3500 Meter unter der Elbinsel Wilhelmsburg liegt ein Schatz - heißes Wasser.  Über der Erde liegt die Energiezentrale des Energiebunkers

3500 Meter unter der Elbinsel Wilhelmsburg liegt ein Schatz – heißes Wasser. Über der Erde liegt die Energiezentrale des Energiebunkers

Quelle: pa/dpa/Bodo Marks

In Hamburg-Wilhelmsburg haben die Bohrungen zur Förderung von Erdwärme begonnen. In 3500 Meter Tiefe hoffen die Planer auf eine Thermalquelle mit einer Temperatur von 130 Grad zu stoßen. Rund 5000 Haushalte sollen so mit Wärme versorgt werden.

Es wäre ein großer Schritt weg von einer Wärmeversorgung mit Kohle: An der Alten Schleuse am Schlengendeich in Wilhelmsburg haben am Donnerstag die Bohrungen für Hamburgs erste große Geothermieanlage begonnen. Nach mehreren Jahren Vorplanung drang der Bohrkopf in 3500 Meter Tiefe. Die Hoffnung der Planer bei den Hamburger Energiewerken und Hamburg Wasser ist es, dort auf eine Thermalquelle mit einer Temperatur von 130 Grad zu stoßen, aus der ein Wärmenetz für mehrere Wohnquartiere in Wilhelmsburg den gespen kan.

„Tief in der Erde unter Hamburg schlummert ein energetischer Schatz. Diesen wollen wir nun zu bergen beginnen”, sagte Umweltstaatsrat Michael Pollmann, der den an Krebs erkrankten Senator Jens Kerstan (Grüne) bei der ersten Bohrung vertrat. Erdwärme, besonders die mit dem Projekt angestrebte Nutzung von Tiefengeothermie, biete beachtliche Potenziale zur Dekarbonisierung.

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Bei einer Tiefenbohrung bleibe zwar immer ein Restrisiko, nicht fündig zu werden, ‘aber wir sind zuversichtlich, dass das Vorhaben erfolgreich sein wird’, sagte Pollmann. Alle Anzeichen deuteten darauf hin. Sollte sich unter dem Hafen tatsächlich heißes Thermalwasser finden, könnte die Anlage 2024 in den Betrieb gehen.

Bis August sollen die Bohrarbeiten andauern. Zwei Bohrungen sind dafür nötig. Aus einem der Bohrlöcher wird das heiße Wasser an die Oberfläche gepumpt. Über das zweite Loch wird das Wasser zurück in die Erde abgelassen, nachdem ihm in einem Wärmetauscher die Energie entzogen, es also kalt geworden ist.

Mit einer geplanten Leistung von zehn Megawatt könnten so rund 5000 Haushalte mit in Wilhelmsburg mit Wärme versorgt werden. Im Vergleich zur Wärme, wie sie aktuell im Kohlekraftwerk in Wedel mit Kohle produziert wird, würde das nach Aussage der Projektverantwortlichen rund 7000 Tonnen Kohlendioxid einsparen.

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