Hafenwirtschaft: Hohe Lagergelderlöse lassen HHLA weiter gut verdienen

Hamburg Hafenwirtschaft

Hohe Lagergelderlöse lassen HHLA weiter gut verdienen

HHLA-Chefin Angela Titzrath (r.) Ende April bei einem Besuch von EZB-Präsidentin Christine Lagarde auf dem HHLA-Container-Terminal Altenwerder HHLA-Chefin Angela Titzrath (r.) Ende April bei einem Besuch von EZB-Präsidentin Christine Lagarde auf dem HHLA-Container-Terminal Altenwerder

HHLA-Chefin Angela Titzrath (r.) Ende April bei einem Besuch von EZB-Präsidentin Christine Lagarde auf dem HHLA-Container-Terminal Altenwerder

Quelle: dpa

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Dämpfend auf den Gewinn wirken Energiekosten, aber auch gestörte Bahnverbindungen. International schlägt die Schließung des Terminals in Odessa nach dem russischen Überfall auf die Ukraine zu Buche.

Der Hamburger Hafen- und Logistikkonzern HHLA ist im Auftaktquartal vor allem dank der Einnahmen durch lagernde Container kräftig gewachsen. Der Umsatz stieg um 10,7 Prozent auf rund 386 Millionen Euro, wie der Konzern am Donnerstag in Hamburg mitteilte. Operativ blieben vor Zinsen und Steuern (Ebit) mit 53.7 Millionen Euro knapp 16 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das entspricht einer Marge von 13,9 Prozent – ​​eine leichte Verbesserung. HHLA hatte dieses Jahr bislang bedingt durch die gestiegenen Containermengen höhere Personalkosten. Außerdem machten sich die hohen Strom- und Energiepreise, sowie Beeinträchtigungen durch Sturmschäden und Störungen in den Transportketten im Bahnverkehr bemerkbar. Der Nettogewinn nach Minderheiten lag konzernweit mit knapp 22,9 Millionen Euro sieben Prozent höher als im Vorjahresquartal.

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Die HHLA profitierte derweil davon, dass Container wegen der gestörten Lieferketten länger als üblich im Hafen verweilten und entsprechend höheres Lagergeld abgerechnet werden konnte. Der Containerumschlag stieg gegenüber dem Vorjahr um 3,7 Prozent auf 1,74 Millionen 20-Fuß-Standardcontainer (TEU). Dabei sei die positive Entwicklung an den Hamburger Terminals insbesondere durch die Entwicklung in China getragen worden.

Zu Beginn des Jahres gab es in der Volksrepublik noch keine großen Corona-Lockdowns und entsprechend konnten wieder mehr Schiffe nach Hamburg kommen als ein Jahr zuvor. Außerdem wuchs der Zubringerverkehr in der Ostsee, was dazu führte, dass in Hamburg mehr Container abgefertigt wurden. Diese Effekte hätten den Einbruch der russlandgebundenen Volumina im März infolge der EU-Sanktionen mehr als ausgeglichen, hieß es weiter. Bei den internationalen Terminals ging das Umschlagvolumen hingegen stark zurück. Grund war der Rückgang am Terminal in Odessa, dessen Betrieb wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine eingestellt werden musste.

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