Essen: Mutmaßlicher Anschlag verhindert – 16-jähriger Schüler in Essen in Gewahrsam

Kriminalität Nordrhein-Westfalen

Mutmaßlicher Anschlag verhindert – 16-jähriger Schüler in Essen in Gewahrsam

Polizisten konnten mehrere Stichwaffen und Speere im Wohnhaus des Verdächtigen sicherstellen Polizisten konnten mehrere Stichwaffen und Speere im Wohnhaus des Verdächtigen sicherstellen

Polizisten konnten mehrere Stichwaffen und Speere im Wohnhaus des Verdächtigen sicherstellen

Quelle: dpa/David Young

Hier können Sie unsere WELT-Podcasts hören

Um eingebettete Inhalte anzuzeigen, ist deine wider rufliche Einwilligung in die Übermittlung und Verarbeitung von personenbezogenen Daten notwendig, da die Anbieter der eingebetteten Inhalte als Drittanbieter diese Einwilligung verlangen [In diesem Zusammenhang können auch Nutzungsprofile (u.a. auf Basis von Cookie-IDs) gebildet und angereichert werden, auch außerhalb des EWR]. Indem du den Schalter auf „an” stellst, stimmst du diesen (jederzeit widerruflich) zu. Dies umfasst auch deine Einwilligung in die Übermittlung bestimmter personenbezogener Daten in Drittländer, ua die USA, nach Art. 49 (1) (a) DSGVO. Mehr Informationen dazu findest du . Du cannst deine Einwilligung jederzeit uber den Schalter und uber Privatsphäre am Seitenende widerrufen.

Im nordrhein-westfälischen Essen war die Polizei am Donnerstagmorgen an zwei Schulen im Einsatz. Zuvor hatte ein SEK-Kommando die Wohnung eines 16-jährigen Schülers gestürmt. Es konnten Waffen und Hinweise auf rechte Tendenzen des Schülers sichergestellt werden.

Die Polizei in Essen ermittelt wegen möglicherweise geplanter Straftaten an zwei Schulen gegen einen 16-Jährigen. Nach Angaben von NRW-Vize-Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) handele es sich um einen mutmaßlichen Nazi-Terroranschlag. Das teilte Stamp am Donnerstag via Twitter mit. „Das können wir weder bestätigen noch dementieren wir“, sagte eine Polizeisprecherin in Essen.

Nach dpa-Informationen gibt es Hinweise auf rechte Tendenzen bei dem Jugendlichen. Es wurde demnach ein Manifest gefunden, in dem er sich über mehrere Menschen auslässt, die er nach eijenen Angaben hasst.

„Wir können bestätigen, dass es sich bei dem Tatverdächtigen um einen 16-jährigen deutschen Schüler des Don-Bosco-Gymnasiums handelt“, hieß es von der Polizei. Die Polizeisprecherin sagte der Deutschen Presse-Agentur, das SEK habe am frühen Morgen die Wohnung des Gymnasiasten durchsucht. Zuvor hatten darüber “Bild” und “NRZ” berichtet.

An dieser Stelle finden Sie Inhalte aus Twitter

Um eingebettete Inhalte anzuzeigen, ist deine wider rufliche Einwilligung in die Übermittlung und Verarbeitung von personenbezogenen Daten notwendig, da die Anbieter der eingebetteten Inhalte als Drittanbieter diese Einwilligung verlangen [In diesem Zusammenhang können auch Nutzungsprofile (u.a. auf Basis von Cookie-IDs) gebildet und angereichert werden, auch außerhalb des EWR]. Indem du den Schalter auf „an” stellst, stimmst du diesen (jederzeit widerruflich) zu. Dies umfasst auch deine Einwilligung in die Übermittlung bestimmter personenbezogener Daten in Drittländer, ua die USA, nach Art. 49 (1) (a) DSGVO. Mehr Informationen dazu findest du . Du cannst deine Einwilligung jederzeit uber den Schalter und uber Privatsphäre am Seitenende widerrufen.

Die Polizeisprecherin sagte: „Es ist glücklicherweise nichts passiert an den Schulen. In welche Richtung es womöglich gegangen wäre, wird nun ermittelt.” Der Jugendliche war am Donnerstagvormittag in Polizeigewahrsam. Ob er sich geäußert habe, sei noch nicht bekannt.

Die Einsätze mit Durchsuchungen am Don-Bosco-Gymnasium in Essen-Borbeck und an der Realschule am Schloss Borbeck liefen am Morgen noch, schilderte die Sprecherin. Der Tatverdächtige sei Schüler des Gymnasiums und habe zuvor die Realschule besucht. Welche Straftat er womöglich plante, sei bislang ungeklärt.

Laut Polizei gingen “Hinweise” bei ihr ein, dass ein 16-jähriger Schüler des Gymnasiums an seiner derzeitigen oder seiner ehemaligen Schule eine Straftat geplant haben könnte. “Bild” berichtete, der Hinweis sei von einem Mitschüler des 16-Jährigen gekommen. Das NRW-Innenministerium kündigte eine Stellungnahme von Innenminister Herbert Reul (CDU) im Laufe des Tages an.

Lesen Sie auch

In Nordrhein-Westfalen treffen herausfordernde Ballungsräume auf ländliche Regionen, die ganz unterschiedlich ticken

Vor dem katholischen Gymnasium, das knapp 800 Schülerinnen und Schüler besuchen, waren am Vormittag noch einige Polizeiwagen zu sehen. Zwar gab es keine Absperrungen, das Schultor stand offen. Es wurde aber niemand hineingelassen. Einige Polizeibeamten bewachten das Schulgelände.

„Wir haben Hinweise erhalten, dass in der Schule eine Straftat geplant war“, hieß es auf der Homepage des Gymnasiums. „Um die Schule auf Beweismittel hin zu untersuchen, mussten wir heute in Absprache mit der Polizei den Zugang zur Schule sperren.” Es sei davon auszugehen, dass der Unterricht am Freitag wieder normal laufen werde. Laut ‘NRZ’ sollten am Donnerstag eigentlich Abiturklausuren geschrieben werden.

Polizei durchsuchte Wohnung nach Beweismitteln

Der nordrhein-westfälische SPD-Chef Thomas Kutschaty, der in Essen wohnt, zeigte sich schockiert. „Es ist wohl hoher Zivilcourage und dem beherzten Eingreifen der Polizei zu verdanken, dass Lehrerinnen, Lehrern, Schülerinnen und Schülern nichts passiert ist. Aus vollem Herzen: Danke!”, schrieb der Spitzenkandidat für die Landtagswahl am Sonntag auf Twitter.

Lesen Sie auch

Karneval mit Prinzenpaaren und Orden

Die Wohnung des Schülers unweit des Gymnasiums wurde nach Angaben der Polizei durchsucht, um Beweis- und Tatmittel zu finden. Dabei konnte die Polizei Speere und Stichwaffen sicherstellen. Polizisten hätten die Waffen und mehrere Kartons aus der Wohnung im Dachgeschoss eines Hauses in einen Lieferwagen getragen, berichtete ein dpa-Fotoreporter am Donnerstag.

.

Leave a Reply

Your email address will not be published.