Energiekrise: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Strom- und Gasdiscounter Stromio

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Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Strom- und Gasdiscounter Stromio

Die Bundesnetzagentur hat den Verdacht, dass die Unternehmen Strom zu Höchstpreisen verkauft statt geliefert haben Die Bundesnetzagentur hat den Verdacht, dass die Unternehmen Strom zu Höchstpreisen verkauft statt geliefert haben

Die Bundesnetzagentur hat den Verdacht, dass die Unternehmen Strom zu Höchstpreisen verkauft statt geliefert haben

Quelle: DPA/AFP/Archiv

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Die Kündigungen der Energiediscounter Stromio, Gas.de und Grünwelt könnten ein Fall für die Gerichte werden. Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf ermittelt nach einer Strafanzeige. Auch die Bundesnetzagentur prüft einen Anfangsverdacht.

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf hat im Zusammenhang mit den Kündigungen von Strom- und Gaskunden des Unternehmers Ömer Varol Vorermittlungen eingeleitet. Das bestätigte eine Sprecherin der Behörde dem „Spiegel“.

Hintergrund sind Kündigungen des Stromversorgers Stromio, des Gasdiscounter Gas.de und der Marke Grünwelt. Sie schickten im Dezember 2021 Kündigungsschreiben an Hunderttausende Kunden und stellten die Lieferungen ein. Ihr Geschäftsführer ist der 51-jährige Düsseldorfer Geschäftsmann Varol.

“Im Zusammenhang mit den Kündigungen durch Gas- und Stromanbieter” liege der Staatsanwaltschaft „eine Strafanzeige” vor, zitiert das Magazin die Sprecherin. Es werde nun der Anfangsverdacht geprüft. Zu einem möglichen Tatvorwurf machte die Staatsanwaltschaft keine Angabe.

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Die drei offiziell in Kaarst ansässigen Energiediscounter hatten Hunderttausenden Verbrauchern in Deutschland einseitig die Belieferung mit Strom und Gas aufgekündigt – und sie gegen deren Willen in die oft viel teurere Grundverstellorgt. Für die Kunden kann dieser Zwangswechsel Mehrkosten von Hunderten, wenn nicht gar Tausenden Euro pro Jahr bedeuten.

Varols Unternehmen begründeten den Massen-Rauswurf mit einer „nie dagewesenen Preisexplosion an den europäischen Energiehandelsplätzen“, die „nicht vorauszusehen gewesen“ sei. Die Bundesnetzagentur hingegen geht nach „Spiegel“-Informationen dem Verdacht nach, dass Varols Unternehmen in den vergangenen Wochen ihr Gas und ihren Strom im Großhandel zu Höchstpreisen verkauft und anschliegerenßend den trün trün stgen.

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Wie das Magazin weiter berichtet, haben die Stromio GmbH, zu der auch die Marke Grünwelt gehört, und die Gas.de Versorgungsgesellschaft mbH uber die Jahre hinweg dreistellige Millionenprofite erwirtschafts in 2014 Eurowi 380 Dabei hatten die beiden Unternehmen im Jahresdurchschnitt 2019 allenfalls 36 fest angestellte Mitarbeiter.

Alleiniger Eigentümer von Stromio und Gas.de ist die ebenfalls von Varol geleitete Callax Holding GmbH mit Sitz in Monheim am Rhein – deren Kapitalanteile laut Transparenzregister zu 100 Prozent Varol gehören. Varol äußerte sich auf „Spiegel“-Anfrage nicht.

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