Corona: Ministerin will Verdienstausfall für Kontaktpersonen nur noch mit Booster

Live Corona-Quarantäne

Ministerin will Verdienstausfall für Kontaktpersonen nur noch mit Booster

Leonhard Landes - WELT

Einige europäische Länder lockern die Maßnahmen

Deutschland hält weiter an den Corona-Maßnahmen fest. Einige europäische Nachbarn setzen dagegen immer weiter auf Lockerungen und versuchen, mit dem Virus zu leben.

Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) spricht sich dafür aus, dass Kontaktpersonen ohne Booster-Impfung in Quarantäne keinen Verdienstausfall mehr bekommen. Das RKI meldet 190.148 Neuinfektionen, die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 1073. Mehr im Liveticker.

Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens will nicht “geboosterten” Kontaktpersonen von Corona-Infizierten keinen Verdienstausfall mehr zahlen. „Das muss kommen, und mir persönlich schwebt da der 1. März als Stichtag vor“, sagte die SPD-Politikerin der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Sie verwies darauf, dass Kontaktpersonen mit einer Auffrischungsimpfung eine Quarantäne vermeiden könnten. Behrens sagte, sie habe hierzu einen Austausch in der Gesundheitsministerkonferenz angeregt.

„In jedem Dorf bekommen Sie relativ schnell einen Impftermin. Vor diesem Hintergrund können wir es den Steuerzahlern, der Allgemeinheit also, aus meiner Sicht nicht länger zumuten, Zahlungen für Kontaktpersonen in Quarantäne zu schultern, obwohl diese mit einer einer Boosterätgen-Impfung. Wer an Corona erkranke, solle aber weiterhin die Lohnfortzahlung bekommen – unabhängig vom Impfstatus.

Gleichzeitig stellte die Ministerin weitreichende Lockerungen der Corona-Regeln für März in Aussicht. Aktuell gilt in Niedersachsen eine „Winterruhe“ mit Einschränkungen im privaten sowie im Kultur- und Freizeitbereich. Diese soll bis Ende Februar verlängert werden. “Eine Frühjahrs- und Sommerruhe werden wir aber meines Erachtens nicht brauchen”, meinte Behrens. Im März könne gerade bei den privaten Kontakten wieder mehr zugelassen werden. “Ich glaube auch, dass dann wieder größere Veranstaltungen im Kulturbereich vertretbar sind, und auch bei Konzerten und in der Gastronomie werden wir dann allmählich wieder mehr möglich machen können.”

Alle Entwicklungen im Liveticker:

04:14 Uhr – RKI meldet 190.148 Neuinfektionen – Inzidenz steigt auf 1073

Der Inzidenzwert bei den Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat erneut einen Höchstwert erreicht. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab die Sieben-Tage-Inzidenz am Freitagmorgen mit 1073,0 an. Am Donnerstag hatte der Wert bei 1017,4 gelegen, am Freitag vergangener Woche bei 706,3. Die Inzidenz beziffert die Zahl der neuen Ansteckungen pro 100.000 Einwohner im Zeitraum von sieben Tagen.

Die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden betrug nach Daten der Gesundheitsämter am Freitag 190.148 nach 203.136 am Vortag und 140.160 am Freitag vergangener Woche.

Wie das RKI unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter weiter mitteilte, wurden am Freitag 170 new im Zusammenhang mit dem Coronavirus gezählt.

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04:06 Uhr – Finnland hebt einige Corona-Beschränkungen vorzeitig auf

Finnland will einige der Coronavirus-Beschränkungen wegen des nachlassenden Drucks auf das Gesundheitssystem vorzeitig aufheben. „Die Belastung der Krankenhäuser ist immer noch hoch, aber die schwersten Fälle gehen zurück, und auf den Intensivstationen ist eine Wende zum Besseren eingetreten“, schrieb Gesundheitsministerin Hanna Sarkkinen am Twitter. Ab dem 1. Februar werden die Beschränkungen für Veranstaltungen und Unternehmen deshalb gelockert.

03:15 Uhr – Marokko gibt Luftraum ab 7. Februar wieder frei

Marokko will seinen Luftraum ab dem 7. Februar wieder für internationale Flüge öffnen. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur MAP. Das Land hatte im November alle internationalen Passagierflüge verboten, weil es Bedenken wegen der Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus gab.

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Street uber die Impfpflicht

02:49 Uhr – Intensivmediziner warnen vor wieder ansteigenden Patientenzahlen

Intensivmediziner haben vor steigenden Patientenzahlen durch die Omikron-Variante des Coronavirus gewarnt. Der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, sagte der „Rheinischen Post” (Freitagsausgabe), dass er mit Blick auf die „sehr hohen Inzidenchne „Diere das” Zahn “wieder deutlich steigen kann und sicherlich auch wird”.

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Die Zahl der Covid-Patienten auf den Normalstationen sei zudem „sehr, sehr hoch“, sagte Marx weiter. ‘Das zieht in der gesamten Klinik natürlich auch Kreise.’ “Es wird schwerwiegende Verläufe und auch Tote geben.”

02:18 Uhr – Australian genehmigt Booster-Impfung für 16- und 17-Jährige

Die australische Arzneimittelbehörde Therapeutic Goods Administration(TGA) genehmigt Auffrischungsimpfungen für 16- und 17-Jährige, um besser gegen die Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus gewappnet zu sein. Wie die TGA mitteilt, sei die Booster-Impfung mit dem Vakzin von Pfizer und Biontech für diese Altersgruppe zugelassen worden. Man schließe sich damit den USA, Israel und Großbritannien an.

02:01 Uhr – Dürr zu Corona-Krise: Öffnungsperspektive bereits jetzt diskutieren

FDP-Fraktionschef Christian Dürr hat eine rasche Diskussion über Öffnungsperspektiven in der Corona-Krise angemahnt. „Wir müssen auf jeden Fall jetzt schon anfangen, uber Öffnungsperspektiven zu sprechen“, sagte Dürr dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (“RND”). „Bei Omikron ist anders als bei vorherigen Corona-Wellen nicht mehr die Inzidenz entscheidend, sondern die Frage, wie stark das Gesundheitssystem belastet ist.” Er forderte: „Wenn die Kliniken der Omikron-Wä mus te identch pirung häffäng .” Dürr betonte: ‘Wenn Freiheitseingriffe nicht mehr notwendig sind, müssen wir sie umgehend zurücknehmen.’

00:45 Uhr – US-Politikerin Palin isst nach positiven Corona-Tests in Restaurant

Kurz nach mehreren positiven Corona-Tests ist US-Politikerin Sarah Palin in einem New Yorker Restaurant gesichtet worden. Wie mehrere US-Medien am Donnerstag übereinstimmend berichteten, verstieß die Reizfigur der politischen Rechten damit gegen die Corona-Regeln in der US-Ostküstenmetropole. Palin saß zwar am Mittwoch im Außenbereich des Restaurants in der noblen Upper East Side, müsste sich aber eigentlich von anderen Menschen isolieren.

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Bundestag und Impfpflicht

Republikanerin Palin – die ehemalige Gouverneurin von Alaska und Bewerberin für das Amt der Vize-Präsidentin 2008 – ist nicht geimpft und sagte zu den Aussichten, sich immunisieren zu lassen kürzlichüber “meNine.” Deshalb sorgte sie in New York schon vor einigen Tagen für Unmut, weil sie im Innenbereich eines Restaurants aß – dies dürfen in der Großstadt nur vollständig Geimpfte. Die 57-Jährige hält sich in New York wegen einer Zivilklage gegen die „New York Time“ auf.

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